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„Baum der Erinnerung Deine Wurzeln bleiben”

Glaubensübergreifender Erinnerungsgottesdienst für verstorbene Kinder

Bremen – Ein Kind zu verlieren, hinterlässt Spuren, die ein Leben lang bleiben. Für Mütter und Väter, Geschwister, Großeltern und viele andere Nahestehende. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Abschied zurückliegt oder in welchem Alter das Kind gestorben ist ob im Mutterleib, im Kindergarten oder Schulalter oder bereits erwachsen. Der Verlust bleibt Teil der eigenen Lebensgeschichte.

In Gemeinschaft an das eigene Kind zu denken, Erinnerungen Raum zu geben und neue Kraft für den weiteren Lebensweg zu schöpfen, kann tröstend sein. Dazu lädt ein ökumenisches Team herzlich ein: Am Samstag, den 25. April 2026, um 15 Uhr findet ein besonderer Erinnerungsgottesdienst für verstorbene Kinder in der Andreasgemeinde in Horn Lehe statt. Der Gottesdienst richtet sich an alle Trauernden unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt oder unter welchen Umständen das Kind gestorben ist unabhängig von Konfession und Glauben.

Der diesjährige Erinnerungsgottesdienst steht unter dem Motto „Baum der Erinnerung Deine Wurzeln bleiben Dieses Bild greift die tiefe Verbundenheit zu den Kindern auf, die über den Tod hinaus besteht. Ein Baum wächst, verändert sich im Laufe der Zeit, verliert vielleicht Äste oder wird von Stürmen gezeichnet und bleibt doch fest verwurzelt. So ist es auch mit der Verbindung zu einem verstorbenen Kind: Die Beziehung, die Liebe, die Erinnerung bleiben. Sie sind tief verwurzelt im eigenen Leben und gehen nicht verloren.

Der Gottesdienst nimmt dieses Bild auf und lädt dazu ein, diese Verbindung bewusst wahrzunehmen und ihr Raum zu geben in Worten, Musik und behutsamen Symbolhandlungen. Auf Wunsch werden die Namen der Kinder verlesen. Es entsteht ein Raum, in dem Trauer ihren Platz hat, in dem Erinnerungen geteilt werden dürfen und in dem zugleich Hoffnung wachsen kann. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihrer eigenen Geschichte nachzuspüren und sich getragen zu wissen von einer Gemeinschaft, die versteht.

„Wir bereiten den Gottesdienst im Team vor“, erklärt Pastorin Yvonne Ziaja, „gemeinsam mit betroffenen Eltern, Mitarbeitenden des KinderPACT Bremen, dem Kinderhospizdienst Jona, dem Kinderhospiz Löwenherz und der evangelischen und katholischen Kirche. Wir laden alle ein, die ein Kind betrauern – unabhängig davon, wie lange der Tod zurückliegt, oder in welcher Beziehung sie zu dem Kind standen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit zum Beisammensein im Saal neben der Kirche – bei Kaffee und Kuchen, in offener Atmosphäre, ohne Erwartungen. „Menschen erleben den Tod eines Kindes sehr unterschiedlich. Es kann guttun, die Trauer mit anderen zu teilen, sich auszutauschen und sich gemeinsam zu erinnern“, so Ziaja. „Gerade deshalb sind Orte des Erinnerns und der Gemeinschaft so wichtig. Der Erinnerungsgottesdienst möchte ein solcher Ort sein: offen, einladend und getragen von Respekt für jede individuelle Trauergeschichte.“

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