Offizielle Stellungnahme zur Taubenjagd in Molbergen
Syke – Seit vielen Jahren unterstützt der Hegering Molbergen das Kinderhospiz Löwenherz mit einer großzügigen Spende. Für dieses verlässliche Engagement und das Vertrauen in unsere Arbeit mit schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und ihre Familien sind wir sehr dankbar.
Dieses Geld steht in keinem kausalen Zusammenhang mit der jährlichen Taubenjagd in Molbergen. Die Spende stammt von verschiedenen Geschäftsleuten und Freundinnen und Freunden von Löwenherz aus der Region und darüber hinaus. Die immer wieder geäußerte Annahme, es würde sich dabei um Prämien für gejagte Tauben oder eine Teilnahmegebühr für die Jagd handeln, ist falsch. Das haben uns die Verantwortlichen in mehreren persönlichen Gesprächen bestätigt. Am Abend der Veranstaltung wird lediglich über die Spende und die Kinderhospizarbeit berichtet. Spenden, die in direktem Zusammenhang mit dem Töten und dem Zurschaustellen der toten Tiere stehen, lehnt Löwenherz ab. Dieses Vorgehen ist der Jägerschaft bekannt.
Was uns und den Hegering Molbergen bereits in den vergangenen Jahren und auch aktuell sprachlos macht, sind die Vehemenz, die Aggressivität und der Hass, die sowohl dem Kinderhospiz Löwenherz als auch der Jägerschaft in den sozialen Medien entgegenschlagen. Wir sind gerne bereit, über ethische Grundsätze zu diskutieren und sicherlich hat auch der Austausch über Jagdgesetze seine Berechtigung. Leider ist beides nicht in Ansätzen möglich. Leidtragende sind letztlich diejenigen, um die es eigentlich geht: die Familien, zu deren Unterstützung und deren Schutz Löwenherz verpflichtet ist.