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Väter-Wochenende 2025

Eine Wanderung wie das eigene Leben

Bergauf, bergab, das letzte Stück ziemlich steil und anstrengend: Was auf die Wanderung im Teutoburger Wald zutrifft, lässt sich auch auf das eigene Leben übertragen. Diese Erfahrung machten die Teilnehmer des Väter-Wochenendes vom Kinderhospiz Löwenherz.

Eine Gruppe von circa 20 Löwenherz-Vätern posiert während einer Wanderung vor einem Turm aus Stein.

Gespräche in unterschiedlichen Konstellationen, Erfahrungsaustausch, Ablenkung, Reflexion und eine gute, gemeinsame Zeit. So lässt sich das Väter-Wochenende von Löwenherz vielleicht am besten beschreiben. Und welches Setting ist dafür besser geeignet als die freie Natur? Genauer gesagt, eine ausgedehnte Wanderung auf dem Hermannsweg im Teutoburger Wald? Das hatten sich auch Ansgar Schönhoff und Jens Hannekum vom Löwenherz-Begleiter:innen-Team gedacht – und 20 Väter, darunter sieben, deren schwererkranktes Kind bereits verstorben ist, in die Jugendherberge nach Tecklenburg eingeladen.

Väter-Wochenende bei Löwenherz: Emotionale Momente

„Nach der Anreise am Freitagabend und einer kleinen Vorstellungsrunde sind wir am Samstag insgesamt zwölf Kilometer vom Hermannsweg gelaufen“, berichtet Jens Hannekum. Das Ziel: die Väter ins Gespräch bringen. Und das klappt beim gemeinsamen Wandern besonders gut. „Während des Laufens oder bei unserer gemeinsamen Einkehr nach der Hälfte des Weges bilden sich immer wieder neue Konstellationen. Dadurch sind auch die Väter, die zum ersten Mal an so einem Wochenende teilnehmen, sofort Teil der Gruppe“, so Jens Hannekum weiter. Natürlich stehen auch die beiden Begleiter für Gespräche zur Verfügung und möchten mit allen in Kontakt kommen, aber im Vergleich zur Väter-Woche stehe das Untereinander während des Wochenendes im Vordergrund.

In einer kleinen Steinkapelle brennen Kerzen

Besonders emotional wurde es kurz vor der Mittagspause. An einer kleinen Kapelle am Wegesrand legte die Gruppe einen Stopp ein und jeder Einzelne zündete ein Licht an. Wer von den eigenen Gefühlen überwältigt wurde, fand rechts und links Trost und einen starken Arm zum Anlehnen. „So ein Ritual haben wir in dieser Form zum ersten Mal gemacht“, sagt Jens Hannekum, der nicht nur in dieser Situation vom Vertrauen der Väter untereinander und ihnen gegenüber überwältigt war.

Lars Kattner, Pressereferent im Kinderhospiz Löwenherz

Ein Beitrag von

Lars Kattner

Pressereferent

Bei Löwenherz zuständig für Buchstaben, Wörter, Sätze und ganze Texte. Schreibt auf, was Menschen zu sagen haben und trägt so die Anliegen der Kinderhospizarbeit in die Welt.

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