KI in Trauerbegleitung
Trost aus dem Algorithmus?
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Trauerbegleitung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir wollen einen Blick auf die Grundlagen und Funktionsweisen der Künstlichen Intelligenz werfen, uns mit Möglichkeiten, Herausforderungen und ethischen Fragen beschäftigen und anhand von praktischer Anwendung konkrete Beispiele zeigen.
Offen für: alle Interessierten
Verschiedene Ansätze zeigen, wie KI Menschen in Trauer unterstützen kann: Sie fungiert als virtuelle Trauerbegleiterin, bietet Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten und sammelt Daten für Forschungsstudien, um individueller auf Trauernde einzugehen.
Eine weitere Entwicklung, vor allem in den USA und einigen asiatischen Ländern verbreitet, ist die digitale Nachbildung verstorbener Personen. Dabei werden Texte, Videos, Sprachnachrichten und digitale Inhalte genutzt, um ein KI-Modell zu trainieren, das Persönlichkeit und Kommunikationsweise der Verstorbenen imitiert.
Ein bekanntes Beispiel aus Südkorea zeigt eine Mutter, die mittels KI und Virtual Reality ihrer verstorbenen Tochter „begegnet“. Dies löste auch hierzulande eine Diskussion über ethische Grenzen und den Umgang mit KI in der Trauer aus. Dabei stellen sich Fragen: Welche Risiken bestehen, wenn wir eine Beziehung zu einer digital „verfügbaren“ verstorbenen Person eingehen? Wie steht es um Persönlichkeitsrechte und Datenschutz? Welche Unternehmen profitieren von solchen Angeboten? Kann KI-unterstützte Trauerbegleitung auch Chancen bieten? Wer entscheidet, welche Möglichkeiten Trauernde
nutzen? Ich lade dazu ein, verschiedene Facetten der Thematik zu beleuchten.
Referentin: Marisa Paramonow, Trauerbegleiterin, Bestatterin.
Kosten für Externe: 30,- Euro
Für die Teilnahme erhältst Du 3 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender.
