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Am Anfang war die weiße Wand

Trauer trifft Graffiti

In diesem besonderen Seminar möchten wir trauernden Familien einen kreativen Raum geben, um Gefühle sichtbar zu machen und gemeinsam Wege des Ausdrucks zu finden.
Offen für: trauernde Familien

So, wie der Tod plötzlich alles verstummen lässt, so steht die weiße Wand zunächst da: unberührt, still, eine Oberfläche des Nichts. In der Trauer gleicht der hinterbliebene Mensch oftmals einer weißen Wand – leer, sprachlos, erschüttert. Aber gerade die Leere ruft nach Ausdruck. Nach einem Zeichen, das bleibt.

Graffiti als Sprache der Trauer: wild, roh, ungefiltert verwandelt sich die weiße Wand in eine Projektionsfläche für Schmerz, Wut, Erinnerung und Hoffnung. Das Unsichtbare sichtbar machen. Du darfst zur Sprayer:in werden, der/die den Verlust nicht schweigend hinnimmt, sondern ihm Form und Farbe gibt. Die Wand ist wie die Seele: sie wird gezeichnet vom Leben, vom Verlust und durch die Spuren entsteht Bedeutung. Trauer ist Graffiti auf der inneren Wand. Und manchmal tritt sie nach außen, sucht die reale Wand, um nicht zu vergehen.

In einer geschützten Atmosphäre begleiten wir Euch beim künstlerischen Arbeiten mit Spraydosen. Professionelle Graffiti-Künstler:innen und ein Trauerbegleiter stehen euch zur Seite. Es sind keine Vorkenntnisse nötig – nur Neugier und Offenheit. Ziele des Seminars sind:

  • Trauer und Verlust auf kreative Weise Raum geben
  • Miteinander in Austausch kommen – auch ohne viele Worte
  • Stärkung des familiären Zusammenhalts
  • Schaffung eines bleibenden Erinnerungsstücks

Referent:innen: Jo Szymanski, Freischaffende Künstler:in, Diplom Kunsttherapeut:in/- pädagog:in; Josephine Buse, Rehabilitationspädagogin (B.A.), Kunsttherapeutin; Jörg Landscheid von Monkiewitsch, Trauerbegleiter (BVT), Vater eines verstorbenen Kindes und Bildungsreferent Bereich Trauer in der Löwenherz-Akademie.
Materialkosten: 50,- Euro (Falls Ihr die Kosten nicht übernehmen könnt, sprecht uns bitte an, wir finden eine Lösung)

Veranstaltungsnummer: TA9-02-26
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