Fit in 15 Monaten
Durchstarten als Trainee: Vorbereitung für die Pflege im Kinderhospiz
Ausgebildete Pflegefachkraft ist Leonie seit ein paar Monaten bereits. Doch das reicht der jungen Frau noch nicht. Denn während ihrer Ausbildung wurde ihr klar, dass sie nicht nur im palliativen Bereich arbeiten möchte, sondern auch mit Kindern und Jugendlichen. Und so führte sie ihr beruflicher Weg direkt ins Kinderhospiz Löwenherz: als Trainee in der Pflege.

Die 21-Jährige ist dabei gewissermaßen eine Pionierin – als Teilnehmerin eines gerade erst ins Leben gerufenen Trainee-Programms für berufseinsteigende Pflegefachkräfte in Kinder- und Jugendhospizen. „Es handelt sich dabei um ein Projekt auf Bundesebene mit insgesamt acht Kooperationspartnern“, erklärt Maren Diederichs. Sie ist die Ansprechpartnerin bei Löwenherz für das Trainee-Programm in der Pflege. „Das Ziel der teilnehmenden Kinder- und Jugendhospize lässt sich leicht formulieren. Wir möchten Kolleginnen und Kollegen mit einer generalistischen Pflegeausbildung in 15 Monaten auf die Arbeit in einem Kinder- und Jugendhospiz vorbereiten.“
Generalistische Ausbildung: „Passt nicht für Arbeit mit erkrankten Kindern“
Dass diese spezielle und zusätzlich Vorbereitung wichtig und notwendig ist, kann Leonie nur bestätigen: „Die Bedingungen an meiner Schule waren super, aber die Rahmenbedingungen der generalistischen Ausbildung passen nicht für die Arbeit mit erkrankten Kindern. Da fehlt es mir persönlich an Inhalten.“ Genau diese Inhalte sind es, die Leonie bei Löwenherz und ihre insgesamt acht weiteren Kolleginnen und Kollegen in anderen Einrichtungen vermittelt bekommen. Sowohl die Pädiatrische Palliative Care als auch die Außerklinische Beatmung stehen an Weiterbildungen in den kommenden Monaten auf dem Programm. Dazu kommen Hospitationen in zwei weiteren palliativen Settings. „Neben einem weiteren Kinderhospiz möchte ich auf jeden Fall auch die Arbeit des SAPV-Teams kennenlernen“, hat sich Leonie schon festgelegt.
Trainee-Programm setzt auf Vernetzung
Zusätzlich zu einer intensiven Einarbeitung setzt das Trainee-Programm auch stark auf den Vernetzungsgedanken. Bei einem initiativen Treffen in Leipzig lernten sich die teilnehmenden Trainees kennen. Dort beschäftigten sich an zwei Tagen mit Themen wie Haltung, Werten und Geschichte der Kinderhospizarbeit. Der Austausch bleibt auch während des Trainee-Programm in den kommenden Monaten bestehen, die Begleitung durch die Ansprechpersonen ist engmaschig. „Ich hatte während meiner Einarbeitung immer ein gutes Gefühl. Ich bekomme jede Art von Hilfe, die ich mir wünsche. Und glaube, dass ich in einem Jahr richtig gut ausgebildet sein werde“, sagt Leonie.
Und dann? „Dann möchte ich auf jeden Fall bei Löwenherz bleiben. Die Arbeit ist echt schön, ich wohne nicht weit von Syke entfernt – für mich ist das ein echter Traumjob.“